DER GROSSE JAHRESRÜCKBLICK

 

Neujahr, Feuerwerk, 2018, unsplash.com, Ian Schneider
Mit dem 31. Dezember endet ein ereignisreiches Projektjahr für das Team von TRANSFER TOGETHER. Nach dem offiziellen Kick-Off im April legten wir los mit zahlreichen Workshops. Wir gingen endlich online mit unserem Blog, erweiterten unser Netzwerk, bewältigten das erste Barcamp und bezogen schließlich auch unsere neuen Büros. Die Transferfamilie feiert ihren ersten Geburtstag und blickt zurück auf ein ereignisreiches Jahr.
Rückblick auf ein bewegtes Jahr

Das Teilprojekt „Leicht bewegt“ war 2018 schwer in Bewegung: zu kooperierenden und interessierten Unternehmen aus der Metropolregion Rhein-Neckar, die mehr Dynamik in ihren Büroalltag bringen möchten. Ein gemeinsamer Transferworkshop half uns, unsere zukünftigen Interventionen optimal auf die Bedarfe und Bedürfnisse unserer Adressaten gestalten zu können. Nebenbei haben wir genetzwerkt, gebarcampt und gebloggt und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit unseren Praxispartner*innen

Chiara Dold, Prävention & Gesundheitsförderung

Ich muss noch kurz die Welt retten

Ein ereignisreiches Jahr im Teilprojekt Bildung für Nachhaltige Entwicklung geht zu Ende. Ich selbst bin erst seit August dabei und habe mir die oben geschriebene Textzeile aus dem Song von Tim Bendzko seitdem mehrfach durch den Kopf gehen lassen. Einmal schnell die Welt retten, klingt danach, dass jeder in kurzer Zeit mit einer kleinen Handlung die Welt vor dem Untergehen bewahren kann. Ich bin da geteilter Meinung. Einerseits verbessern einmalige Handlungen mit Sicherheit manche Situationen temporär. Naturschutz, fairer Handel und Konsum sowie Gleichberechtigung sind allerdings Aufgaben die einen langen Prozess mit sich bringen und die immer wieder neu angestoßen werden müssen.

Nur wer ein Bewusstsein darüber entwickelt, etwas kontinuierlich zu verfolgen, kann dauerhaft etwas bewirken. Aber der Stein muss erst einmal ins Rollen kommen und so sind kleine, einmalige oder kurzzeitige Handlungen wichtige Schritte auf dem Weg die Welt zu retten. Der Kauf von Fairtrade-Tee zum gemütlichen Zusammensein am Weihnachtsbaum oder selbstgestrickte Baumwollmützen und Schals als Geschenke zu Weihnachten, könnten solche erste Schritte sein.

Sabrina Frieß, Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Gemeinsam mit den JOBLINGEN für das Zukunftsthema Klimaanpassung

Mein persönliches Highlight des ersten Projektjahres im Teilprojekt BNE-Climate Change Education war der gemeinsame „Klimawandel-Workshop“ mit der JOBLINGE gemeinnützige AG Metropolregion Rhein-Neckar. 18 engagierte, junge Erwachsene besuchten am 27. und 28. November 2018 das Geco-Lab der Abteilung Geographie. Auf dem Programm standen neben einer Exkursion in den Heidelberger Null-Emissions-Stadtteil „Bahnstadt“ verschiedene Labor-Experimente rund um den Hochwasser- und Hitzeschutz.

Von Elektromobilität über verkürzte Transportwege bei verstärkter Nutzung regionaler Ressourcen oder ausgeklügelte Regulationssysteme von Flusspegelständen bis hin zu Climate Engineering-Techniken zur Reduktion der globalen Sonneneinstrahlung – die vielfältigen Ideen der Workshop-Teilnehmer*innen zeigen: Nachhaltiges Wohnen und Arbeiten unter sich verändernden Klimabedingungen erfordert persönlichen Einsatz und gemeinsame Anstrengungen!

Svenja Brockmüller, Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Ein aufregendes Jahr in Sachen Internetsucht

Mit der Erscheinung der ICD-11, in der die „Gaming Disorder“ als offizielle Diagnose anerkannt wurde, wird sich der Zugang von Betroffenen zu Hilfsangeboten und zur Therapie erheblich verbessern.  Auch in unserem Teilprojekt hat sich im letzten Jahr einiges getan: Zahlreiche Workshops für Schüler*innen, Infoabende für Eltern und die ersten Workshops für Multiplikator*innen standen auf dem Programm, PROTECT entdeckte Facebook für sich und die Arbeit an der PROTECT-Homepage läuft auf Hochtouren. Mein persönliches Highlight des Jahres war unser PROTECT-Symposium im November, bei dem wir unsere lang ersehnten Studienergebnisse vorstellen und den Teilnehmer*innen ganz praktisch unsere Präventionsansätze näher bringen konnten. Möge es für unser Projekt so inspirierend weiter gehen, ich freue mich auf ein neues Transferjahr 2019!

Sophie Kindt, Prävention & Gesundheitsförderung

Netzwerken in einer MINT-begeisterten Region

Im Jahr 2018 ist viel passiert. Ich würde es als „Senkrechtstart“ bezeichnen, da von anfänglich 7 Partnerinnen und Partnern die Zahl auf 21 angewachsen ist – Tendenz steigend. Rund 80 Personen verfolgen unsere zunehmend ausgefeiltere MINT-Infomail, 50 Partnerinnen und Partner nahmen an unserem ersten Netzwerktreffen teil. Die Zahlen sprechen für sich, jedoch gibt es unzählige Erlebnisse, die nicht in diesen Zahlen gefasst werden. So viele besuchte Fachtagungen, Schnittstellen-Meetings, Netzwerktreffen und Kongresse – es ist eben nicht in Zahlen zu fassen, wie viel ich in diesem Jahr lernen oder wie viele interessante und engagierte Menschen ich kennenlernen durfte. Mein Fazit für dieses Jahr: MINT läuft ordentlich, nicht zuletzt wegen der vielen MI(N)T-Macherinnen und -Macher, Expertisen und bestehenden MINT-Netzwerken, die unsere Arbeit ordentlich vorantreiben.

Laura Arndt, MINT-Bildung

Versuchen – der erste Schritt zum Versagen?

Als großer Fan der (klassischen) Simpsons habe ich diese Homer-Weisheit oft im Kopf, wenn etwas schief läuft. Das allerdings nicht, weil ich ihr apostolisch folge, sondern weil das genaue Gegenteil meine Lehre für mein erstes Transferjahr ist. Bereits in meinem ersten Blogbeitrag reflektierte ich über meine Schwächen bei einer Veranstaltungsplanung und auch im zweiten Post ging es um das Thema Scheitern & Wachstum. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten zwölf Monate und zeigt mir auf, dass wir ständig lernen, uns verbessern und wichtige Fehler machen. Allein der Umgang mit diesen Herausforderungen bestimmt wie unsere Zukunft verlaufen wird. Als Besinnung hierauf ein Lied des Rappers Curse „Münze des Glücks“ aus dem Jahr 2010.

Hannu Sparwald, Innovation & Gründungskultur

Lieder aus der Fremde

Das erste Projektjahr Im Teilprojekt „Lieder aus der Fremde“ war geprägt von zwei ganz besonderen Veranstaltungen und der kontinuierlich im Hintergrund ablaufenden Arbeit am Aufbau eines interkulturellen Musiknetzwerks und der Konzeption von Formaten und Angeboten, die Musikkulturen aus aller Welt erlebbar machen können und zu deren Verständnis beitragen.

Herauszuheben sind die sehr stimmungsvolle Aufführung mit Kindern aus der Heidelberger Weststadt in der Gartenmoschee und dem Jadin turc in der Schwetzinger Schlossanlage, sowie ein musikalisches Highlight, das die Pianistin Ceyda Pirali mit der von Santino Scavelli organisierten Initiative „Pour les amis“ setzen konnte. Das Konzert der Musiker aus der Mannheimer Weltmusikszene mit der Pianistin und Komponistin aus Istanbul begeisterte das Publikum und war ein vielversprechender Start für die neue Konzertreihe „Al son del mundo“, die auch im nächsten Jahr spannende Musiker aus aller Welt zu Gast haben wird. Auch die daraus entstandene Kooperation mit dem Verein der Freunde Arabischer Kunst und Kultur hat für das kommende Jahr spannende Pläne ergeben!

Kathrin Schweizer, Interkulturelle Bildung

Flucht, Migration und Arbeit in der Metropolregion

Das Projekt „Flucht, Migration und Arbeit in der Metropolregion“ ist mit dem 1. Juli 2018 in die Projektarbeit eingestiegen. Das erste Projekthalbjahr konnte dazu genutzt werden, das Projekt zu profilieren und in den Bereich Methodenberatung, Weiterbildung, Good-practice-Übersicht und allgemeine Kooperationen im Transferbereich schon viel zu erreichen. Hier vier herausgegriffene Beispiele für die Profilarbeitsbereiche:

  • Die Kommune Neustadt an der Weinstraße wird derzeit beraten, wie die geplante Befragung von Geflüchteten zu Unterstützungsbedarf bei der Arbeitsmarktintegration am Besten und mit möglichst weitgehenden Erkenntnissen durchgeführt werden kann.
  • Für das erste Halbjahr 2019 bietet das Projekt in Kooperation mit der Universität Speyer eine Weiterbildung zum Thema „Wissenmanagement in der Organisation“ an.
  • Das Projekt hat eine erste Studie zum Thema „Erstellung und Wirkung von kommunalen Integrationskonzepten in der Metropolregion“ erarbeitet, die 2019 ausgeweitet werden soll.
  • In vielen Veranstaltungen und Gesprächen konnte das Projekt ein gutes Themennetzwerk zu Wissenstransfer in der Arbeit mit Geflüchteten aufbauen.

Monika Gonser, Interkulturelle Bildung

Wunschzettel an das Christkind

Liebes Christkind ich wünsche mir folgendes zu Weihnachten:

  • Pünktlichere Züge, immer einen Sitzplatz und weniger Zugausfälle
  • Schnelle Realisierung des Umbaus des Heidelberger Bahnhofs und Einrichtung eines Büchershareregals dort
  • Keine Personalwechsel im TT-Team oder im BGA-Team für 2019
  • Weniger Meetings und wenn, dann lebendigere und aktivere Diskussionen
  • Mehr Zeit um, meine Kolleginnen und Kollegen und deren Projekte besser kennenzulernen
  • Weniger Hast, sondern Zeit und Muse zum Durchdenken von Prozessen und Entscheidungen
  • Weitere tolle Feier-Abend-Bier-Sessions, Team-Läufe, Weihnachtsmarktbesuche, TT-Stammtische, Miracoli-Mittagessen oder Teeküchen-Debatten
  • Noch mehr inspirierende Barcamps, witzige Blogartikel und coole Social-Media-Beiträge
  • Regelmäßig Eis im Kühlschrank und Schoko auf meinem Schreibtisch
  • Dass verschwundene Notizbücher und Unterlagen wieder zu Sitzungen pünktlich auftauchen
  • Weniger Powerpoint-Folien und schönere Flipcharts
  • Mehr Slack statt E-Mail

Melanie Seidenglanz, Netzwerk & Interaktion

Ein Jahr der Sensibilisierung

Das Projekt „Antiziganismusprävention“ hatte sich im ersten Jahr auf die Sensibilisierung von Studierenden und Dozent*innen innerhalb der Pädagogischen Hochschule sowie auf die Ausgestaltung neu geknüpfter Kooperationspartner*innen konzentriert.

Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung veranstalteten wir einen Workshop zum Thema Antiziganismus, ein weiterer fand mit Studierenden in der Morneweg-Schule in Darmstadt statt, als Teil der Multiplikator*innenschulung. Mit der Lupe e.V. organisierten wir eine Lehrerfortbildung im Dokumentationszentrum deutscher Sinti und Roma. Im Sommersemester begann außerdem die Arbeit an dem von Place geförderten Projekt „Digitaler Stadtrundgang zu Orten der Sinti und Roma in Heidelberg„.

Nadine Küßner, Interkulturelle Bildung

Twitter.

Wir haben das erste Jahr des Projekts meines Erachtens ziemlich erfolgreich gewuppt: Barcamp, Blog und Büros zeigen jetzt schon das gigantische Innovationspotenzial, das im Projekt schlummert – nachzulesen auch in den schönen Beiträgen über mir. Da man mir verrückterweise auch Social Media anvertraut, habe ich in diesem ereignisreichen Jahr ein ganz besonderes Learning mitnehmen dürfen: Twitter kann was. Twitter war für mich immer ein angestaubtes Medium; viel zu klein und für den Alltag irrelevant. Aber meine Erfahrung mit dem Projektaccount (@TRANSFERTGTHR) war enorm positiv: Nach nur wenigen Tagen wurde unser Gezwitscher in den blauen Digitalwäldern erhört, verbreitet, retweetet. Twitter ist nichts für die Casuals: Wer nur kurz sein Profil mit ein paar Essensbildern aufhübschen möchte und die eigene Base mit vorgetäuschter Interaktion beglückten möchte, ist hier falsch. Twitter ist was für die Nerds, für die Netzwerker*innen, die Auf-45-Hochzeiten-Tanzenden. Wer seiner Stimme Gehör verschaffen möchte, muss viel Zeit auf der Plattform verbringen und ihre Dynamik verstehen. Aber es lohnt sich: Über Twitter habe ich in diesem Jahr bereits viele interessante Kontakte geknüpft und vor allem viel gelernt – über Sprache, übers Netzwerken, über die Netzgemeinde. Mein Vorsatz für’s neue Jahr: mehr twittern.

Max Wetterauer, Offene Hochschule

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