HOMEOFFICE BEWEGT

 

Home Office, Leicht bewegt, Transfer Togehter, Coronavirus, Max Wetterauer
75% unserer Bürozeit verbringen wir in der Regel sitzend, sehr zum Schaden unserer Gesundheit. Wenn das Coronavirus jetzt große Teile der Bevölkerung ins Homeoffice zwingt, bietet das große Chancen. Chiara plädiert dafür, aus alten Routinen auszubrechen und startet kurzerhand eine #HomeOfficeChallenge für das Team von TRANSFER TOGETHER.

COVID-19 hält die Welt in Atem und wirbelt den Arbeitsalltag um. Selbst Unternehmen und Organisationen, in denen bislang Präsenz im Büro vorausgesetzt wurde, schwenken nun auf Homeoffice um. Ab sofort heißt es daher für die meisten Büroarbeitenden, zu Hause einen Arbeitsbereich zu schaffen, eine Homeoffice-Routine zu entwickeln, auf digitale Meetings umzusteigen und sich schnellstmöglich an die neue Situation anzupassen.

Für Homeoffice-Neulinge ist das zunächst eine Umstellung und zu Beginn klappt vielleicht nicht immer alles reibungslos. Aus gestriger Erfahrung weiß ich, wie nervenzehrend eine Videokonferenz sein kann, wenn alle Server überlastet sind und immer wieder technische Probleme aufkommen.

The next posture ist the best posture

Aber richten wir den Blick mal von den Herausforderungen und Kompromissen weg und blicken auf die möglichen Chancen der neuen Situation. Zu Hause können wir unseren Arbeitsplatz so organisieren und gestalten, wie es uns gefällt. Wir können uns frei bewegen und so arbeiten, wie es sich für uns gut anfühlt. Auf den eigenen Körper hören, statt auf soziale Normen zu achten. 3 Stunden im Meeting sitzen? Ich habe mir gestern rausgenommen, währenddessen einfach mit dem Laptop durch den Flur zu tigern.

Und ich beobachte meine beiden Kinder, die von ihren Schulen mit reichlich Aufgaben eingedeckt wurden. Während die eine auf dem Kinderzimmerteppich liegend in Mathe vertieft ist, steht die andere an der Fensterbank und liest im Erdkundebuch. Dabei sind beide ruhig und konzentriert. Intuitiv haben sie eine Position eingenommen, in der sie gerade gut lernen können. Kommt man 20 Minuten später ins Zimmer, zeigt sich wieder ein anderes Bild: Das vorher liegende Kind steht und das zuvor stehende sitzt. Aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht ist genau dieser regelmäßige Haltungswechsel optimal: The next posture is the best posture.

Wie wäre es also, wenn wir die neue, ungewohnte Situation nutzen, um neue, gesunde Gewohnheiten entwickeln zu können? Und das zu Hause, im geschützten Raum ausprobieren können?

Studien zufolge verbringen Büroarbeitende 75% ihres Arbeitsalltags sitzend, was mit verheerenden Gesundheitsrisiken eingeht, die von Muskel-Skelett-Beschwerden (wer kennt sie nicht?) über Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Krebs und Depressionen reichen. Dabei kann diesem Problem ganz einfach durch regelmäßiges Aufstehen und durch leichte Alltagsbewegung begegnet werden. Im Homeoffice haben wir nun die Möglichkeit, jenseits etablierter Büroroutinen Neues auszuprobieren und auf unseren Körper zu hören.

Zeit für eine leicht bewegte Arbeitsroutine

Wie fühlt es sich an, zwischendurch immer mal wieder 15 Minuten stehend zu arbeiten? Bei Telefonaten im Arbeitszimmer auf und ab zu gehen? Bei Konzentrationsschwierigkeiten mal ans Fenster zu gehen und durchzuatmen (ganz Motivierte machen dazu ein paar Kniebeugen, das bringt Kreislauf und Gehirndurchblutung in Schwung). Die im Homeoffice gesparten Wegzeiten können wir in kurze Bewegungseinheiten investieren. Wer Yoga liebt, hat jetzt mehr Zeit dafür. Wer immer mal ein Tanztutorial auf YouTube ausprobieren wollte, kann loslegen.

Jetzt ist die Gelegenheit, all dies auszuprobieren, unserem Körpergefühl zu folgen und eine leicht bewegte Arbeitsroutine zu entwickeln. Lasst sie uns nutzen! Lasst uns die Bewegungsvielfalt und all die guten Ideen für einen aktiveren Büroalltag teilen. Unser Team hat jedenfalls schon mal begeistert losgelegt.

Chiara Dold, Team, Transfer Together
Chiara Dold

Chiara bringt Bewegung ins Büro: Sie entwickelt ein webbasiertes Toolkit, das Unternehmen dabei unterstützt, leichte körperliche Aktivität in den Arbeitsalltag zu integrieren. Zu Chiaras Projektseite und dem Projekt Kopfstehen.

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