EINE LEBENDIGE STRATEGIE ENTSTEHT

 

Transferzentrum, Transferstrategie, Julika Ritter
Die Transferstrategie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wird überarbeitet: Die neue Strategie soll alltagstauglicher und lebendiger sein und partizipativ entstehen. Julika Ritter möchte diesen internen Prozess daher öffnen und lädt zur kritischen Diskussion unter der Leitfrage: Was muss ein Strategiepapier leisten? Ein Gastbeitrag des Transferzentrums.

Es ist soweit: Die 2017 entwickelte und vom Senat der Hochschule verabschiedete Transferstrategie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg soll neu aufgelegt werden. Eigentlich muss sie es sogar. Denn wir haben uns, unseren Blick und vor allem unser Verständnis von “Transfer” in den letzten Jahren stark verändert. Und irgendwie passt die Strategie jetzt nicht mehr so richtig zur Hochschule – fast wie ein Schuh, der zu eng geworden ist. Während immer neue Entwicklungen und Erkenntnisse hinzu kommen, entwickelt sich die Strategie nicht mit. Die in schönen Worten zu Papier gebrachten Ideen und Ziele verschwinden in Schubladen und verlieren von Tag zu Tag ihre Anschlussfähigkeit zum Arbeitsalltag. Diente die Strategie insbesondere zu Beginn der Projekts TRANSFER TOGETHER noch als wichtige Leitplanke, müssen wir uns heute immer mal wieder daran erinnern, dass es sie überhaupt gibt.

Doch dass wir eine Leitplanke brauchen, an der sich die Pädagogische Hochschule Heidelberg mit Blick auf die Etablierung einer Transferkultur orientieren kann, ist unbestritten. Denn ein klar formuliertes Transferverständnis sowie wichtige Meilensteine auf dem Weg dorthin bilden die Grundlage, um gemeinsam an einem Strang ziehen zu können.

Was muss eine Strategie leisten?

Doch muss eine gute Strategie nicht noch viel mehr leisten als das, wenn wir eben nicht wollen, dass sie über kurz oder lang in diversen Schubladen verschwindet? Diese Frage steht für uns ganz am Beginn des nun angestoßenen Prozesses der Überarbeitung der bestehenden Strategie. Bevor wir die Inhalte formulieren, bedarf es einer Auseinandersetzung mit dem Wie:

  • Wie kann eine Transferstrategie entstehen, mit der sich möglichst alle Akteure der Pädagogischen Hochschule Heidelberg identifizieren?
  • Wie muss eine Strategie aussehen, um konkrete Handlungsansätze zu bieten?
  • Und wie machen wir die Strategie zu einem lebenden Dokument, das auch in fünf oder zehn Jahren noch passt, wie ein maßangefertigter Schuh?

An zwei intensiven Workshoptagen wurden dazu mit Mitgliedern der Hochschule aus ganz unterschiedlichen Fach- und Arbeitsbereichen viele Ideen und ein Prozess entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei Partizipation. Denn wenn wir als Hochschule den gemeinsamen Anspruch haben, mithilfe von Transfer eine lebenswerte Welt mitzugestalten, dann müssen wir uns unsere Leitplanken auf dem Weg dorthin auch gemeinsam gestalten.

Mischt euch ein!

Deshalb werden wir euch hier in den nächsten Wochen und Monaten mitnehmen. Wir werden Einblicke in den Prozess und den aktuellen Arbeitsstand geben, zur Diskussion anregen und verschiedene Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung der Transferstrategie eröffnen.

  • Diskutiert mit uns über Form und Design einer lebendigen und anschlussfähigen Strategie.
  • Lasst uns teilhaben an euren Gedanken zu Third Mission, Transfer und Anwendungsbezug von Forschung und Lehre.
  • Überlegt gemeinsam mit uns, wie eine Strategie spannend und motivierend kommuniziert werden kann.

Nutzt die Kommentarfunktion oder meldet euch unter transfer@ph-heidelberg,de bei uns. Denn je intensiver der Austausch, desto lebendiger wird auch die gemeinsame Strategie. Und darauf freuen wir uns.

Julika Ritter

Julika leitet das Transferzentrum der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Dort lernt sie gemeinsam mit den Mitgliedern der Hochschule, wie Transfer im Bildungsbereich aussieht und was ihn besonders macht. Sie möchte außerdem die vielfältigen und spannenden Aktivitäten der PH Heidelberg sichtbar machen und ihren Transfer unterstützen.

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